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O C E A N G I R L B L O G

 

Alameda by Chiona

Surfen   

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Laufen

Schwimmen

 

 

Ahoi, ich studiere Sportwissenschaften in Norddeutschland und liebe das Leben mit viel Sport, Freunden, dem Bulli am Strand & mit viel Reisen, Freizeit, Kunst und Fotografie – hier findet ihr einige Informationen rund ums Reisen in Europa an den Küsten und übers Wellenreiten. Im Alltag fahre ich meist mit dem Fahrrad und bewege mich viel draußen in der Natur. Wenn ihr Fragen habt zu Kooperationen oder zum Sport allgemein schreibt mich einfach an.

Ich liebe es unser Leben an der Nord und Ostsee zu teilen und die Erfahrungen und Bilder zu teilen an der kalten und windigen, salzigen Küste. Hier findet ihr viele Eindrücke von der kalten und windigen Küste. Es ist schön in Europa zu leben.

I like to share our northern living, enjoying the impressions from the cold and windy coasts.
Here you will also find different impressions from traveling around europe. It’s nice to be an european earthling.

 

Die Surfrider Foundation kapert Kiel

Im Mai 2019 hat sich die Surfrider Foundation in Kiel formiert und es wurden zahlreiche Ehrenamtliche rekrutiert.

Sie wird sich in den kommenden Jahren für einen sauberen Ozean einsetzen und versuchen das Umweltbewusstsein von Kielern und Kielerinnen zu schärfen. Themen wie Mülltrennung, nachhaltiges Leben, Mikroplastik, Plastik, Abfallvermeidung, Eutrophierung und Beach-Clean Ups werden in Zukunft wieder häufiger auf dem „Parley“ stehen.

 

Auf Veranstaltungen wie zum Beispiel der Kieler Woche möchte die Surfrider Foundation den ökologischen Diskurs in Zeiten des Klimawandels weiter navigieren und sich für eine Sichtbarmachung und Sensibilisierung im Alltag einsetzen. In der groben Planung sind bis jetzt Vorträge, eine Nachhaltigkeits-Fibel, Konsumvermeidungs-Workshops, ein Mini-Festival, viele mögliche Kooperationen und Beach-Clean-Ups.  Für alle Interessierten: wir treffen uns immer am ersten und dritten Dienstag um 19 Uhr in der Sterni.

Bald gibt es in Kiel auf der Kieler Woche SUP & FESTIVALGEFÜHLE: 21. – 23.6.2019 

https://woderkant-festival.de
das erste WODERKANT FESTIVAL vom  auf der Kieler Woche 2019 – Kiellinie Höhe Rudergesellschaft Germania e.V.



Zu Besuch bei Freunden auf Fehmarn



Vor einiger Zeit startete Marlin Janßen, gebürtiger Jung aus Heiligenhafen, damit Kitesurfen zu unterrichten mit einer mobilen Kiteschule, die ersten Monate begleiteten wir ihn dabei sehr häufig und mein Freund Paul hat mit ihm gemeinsam geschult. An Land habe ich mich dann um die Kinderbetreuung der Eltern gekümmert oder um einen Kaffee bevor es aufs Wasser ging. Am Abend genossen wir dann mit den Kiteschülern an dem Spot den wunderschönen Sonnenuntergang und haben gemeinsam gegrillt. Aus der kleinen, mobilen Kiteschule ist nun ein großes, kommunenartiges Grundstück geworden auf dem die fairbezahlten Mitarbeiter schlafen, arbeiten und feiern können. Der Spot ist ideal für Anfänger bei jeder Windrichtung, da es ein sehr großes Stehrevier ist. Marlin hat seine Pläne Stück für Stück umgesetzt und ist nun stolzer Pächter des damaligen, vernachlässigten Grundstückes am Strand. Es erstrahlt mit neuer Sonnenterasse, Umkleiden und einem hübschen, massiven Naturholzzaun, ganz frei nach dem Motto: Aus Alt mach Neu. SUP’s kann man hier natürlich auch ausleihen. Kurse buchen könnt ihr vor Ort in Lemkenhafen oder die Preise hier einsehen: http://boardflash.de/

Off-Season: It’s time for the Algarve

Der Weg nach Playa de Furnas
Artworks in Vila do Bispo

Der Spot Martinhal läuft nur bei fetten Westswells, wenn alle anderen Spots zu groß sind. Im Hintergrund sieht man den Fels in der Brandung des offenen Meeres. Zum Glück haben die Restaurants und Strandbars schon geöffnet, im Dezember sieht das meistens noch ganz anders aus.

 


   

 

Durch die vielen Reisen und Bilder die ich bis jetzt mit meinen Freunden unternommen habe, ist dieser umfangreiche Surfreiseblog entstanden. Kanoa Surfboards hat mir mein erstes superleichtes Performance-Shortboard gebaut, das Battery, mit dem ich nun auch in größeren, steileren Wellen abtauchen und surfen gehen kann. Es hat sehr schmale Rails und eine leichte Concave im Unterschiff, dazu habe ich zwei mittelgroße Finnen und eine kleinere Mittelfinne (Thruster), die Seitenfinnen sind schräg angestellt und die Mittelfinne ist parallel zur Längsachse. Diese Konfiguration bietet eine gute Kombination zwischen Stabilität, Geschwindigkeit und Wendigkeit. Gerade die kraftvollen Wellen auf den kanarischen Inseln sind für mich eine besondere Herausforderung, da ich erst vor 3 Jahren mit dem Wellenreiten angefangen habe.
Im folgenden habe ich mal ordentlich in die Tasten gehauen um euch ein paar Tipps mitzugeben. Riff surfen und Duck-Dives sind zwar noch keine Themen für blutige Anfänger, das Thema Sonnenschutz und die Regeln gehen uns jedoch alle etwas an.

 

 

 

 

 

 



 


Hier sind die wichtigsten Regeln beim Wellenreiten:

1. Vorfahrt:Vorfahrt hat immer derjenige, der sich am nächsten beim Weißwasser, also auf der Innenseite des Teils der Welle, der zuerst bricht befindet.

2. Wege muss man freihalten:Ist ein anderer Surfer im Begriff eine Welle zu nehmen, ist es das höchste Gebot, ihm nicht in die Quere zu kommen. Also lieber außenherum paddeln und dabei etwas Wasser schlucken, das ist angenehmer als eine scharfe Finne über den Kopf zu bekommen. Der Begriff Channel ist zu diesem Thema ein wichtiger Begriff.

3. Nicht vordrängeln: Alle warte in dem sogenannten Lineup. Wichtig ist, dass man hier Rücksicht nimmt auf Surfer, die schon lange auf die Welle warten. Locals sehen es nicht gern, wenn ein Fremder ihre Welle gleich nach dem ersten rauspaddeln ins Line-Up nimmt.

4. Auf das Board aufpassen:Das Board muss man in den Wellen immer festhalten, da es sonst auch für andere zur Gefahr werden kann!

5. Boards der Anderen:Immer auch auf andere Boards achten. Sollte ein anderes Brett auf einen zufliegen, direkt vom eigenen Board abspringen oder den Kopf schützen.

6. Gestürzte Surfer:Niemals eine Welle nehmen, wenn sich noch ein gestürzter Surfer vor einem im Wasser befindet. Immer auf die nächste Welle warten, damit man keine anderen Surfer verletzt!

7. Bemerkbar machen:Wenn man Vorfahrt hat und sich sicher ist, dass man die Welle steht kann man sich durch einen Ausruf bemerkbar machen, sodass ein anderer Surfer weiß, dass man bereits in der Welle ist.

8. Das eigene Board sichern:Nur mit Leash surfen, da das Brett sonst andere Surfer, aber auch eventuelle Schwimmer gefährdet! Noseguards & Endgraten der Finnen mit Sandpapier sind in überfüllten Line-Ups sinnvoll.

Sonnenschutz…wegen der Sicherheit
In den Küstenregionen der Frankreichs, Portugals und Spanien, also auch den kanarischen Inseln haben Surfanfänger alle das gleiche Problem: Überfüllte Spots, Sonnenbrände, sowie teilweise starke Bindehautentzündungen der Augen. Nervige Pflanzen oder viel aufgewirbelter Sand in Wasser versauen einem das schöne Gefühl von Freiheit im Wasser. Die Lösung ist eigentlich relativ simpel: Flexible Surfschulen, die zu den Spots fahren die je nach Bedingungen perfekt sind. Leider entspricht das nicht der Realität des Surfbusiness- die Schulen wollen immer unterrichten, jeden Tag, ohne Rücksicht auf Verluste. Das Surfen jedoch ein Natursport ist und somit abhängig von Winden, Tiden und teilweise auch dem Wetter, das wird meistens vor der Wetterkunde Einführung nicht gesagt. Am Anfang sollte man eventuell mehr Geld investieren und sich einen Privatlehrer oder Surfguide suchen, der / die auch zu anderen Zeiten unterrichtet, also nicht in der Mittagssonne, sondern morgens bei Sonnenaufgang oder abends im Sonnenuntergang. Man wird meistens mit sauberen glassy Bedingungen belohnt, leeren Line-Ups und fühlt sich ohne Sonnenstich die nächsten Tage deutlich fitter. Der Charme der Einsamkeit auf dem riesigen Ozean geht dann nicht verloren und man fühlt sich wie ein Teil der Natur. Surfen bedeutet Aktiv SEIN und man merkt nach einiger Zeit auf dem Wasser, das dieses „Sein“ auch Verzicht bedeutet. Das heißt nicht, dass man nichts bekommt, denn der Ozean kann einen jede Menge Glücksgefühle und einen trainierten Körper geben, ohne das man viel Geld im Fitnessstudio oder einen Personaltrainer zahlen muss. Try to BE, not to HAVE.
Duck-Dives für Frauen
Duck-Dives sind die größte Herausforderung für Frauen, da sie aufgrund ihrer Anatomie und dem Fettgewebe im Hüftbereich eine andere Technik als die Männer nutzen sollten. Mir wurde es mal so erklärt von Surfcoach Sara:
Der Kopf sollte mit „abtauchen“-Kinn an die Brust , damit man den geringsten Widerstand im Querschnitt in der Welle hat.
Der „Core“ also der Bauch spielt eine bedeutende Rolle: er wird angespannt und überträgt dir Kraft des Oberkörpers auf die Hüfte um so das Brett tief ins Wasser zu tauchen. Die Hände werden neben der Brust an die Rails gesetzt und drücken das Brett senkrecht ins Wasser. Man soll in diesem Moment ein Teil werden mit dem Brett. Das Brett wird nicht im 45 Grad Winkel in die Welle getaucht, sondern senkrecht nach unten ins Wasser gedrückt, dabei soll so schnell wie möglich ein 90 Grad Winkel im Ellenbogen entstehen und extreme Körperspannung zwischen Brett und Körper. Die Kraft der brechenden Welle drückt automatisch euren Körper wieder in die 45 Grad Position, nur so kommt ihr wirklich tief. Ihr benutzt ab sofort immer den Fuß in der Mitte des Tail-Pads da nur so die größte Kraft auch in größeren Wellen umgesetzt werden kann. Der Kopf wird im selben Moment dicht an das Brett gelegt, sodass nicht die Gefahr besteht auf das Brett geschleudert zu werden. Das Wichtigste dabei ist: klammert euch mit ganzer Kraft und Körperspannung an das Brett, egal wie stark der Druck der Welle ist, ihr werdet nur so am schnellsten wieder nach oben kommen, da das Brett mehr Auftrieb hat. Wenn das Brett zuerst nach oben gepresst wird, zieht euch an dem Brett hoch in dem ihr jetzt eine Hand an das obere Rail legt, sodass ihr schneller auftauchen und weiterpaddeln könnt. Hier ist Kraftausdauer und Atemtraining gefragt. Mir hat dieser Tipp viel gebracht und ich bin viel optimistischer in großen Wellen.
Warum surft jemand besser als du?
Den Fortschritt im Surfen kannst du nur machen, wenn du allgemein Fit bist und bleibst, das heißt regelmäßiges Lauftraining und Schwimmtraining, sowie gezieltes funktionelles Training & Stretching sind Pflicht. Alle Übungen zu den jeweiligen Muskelpartien und Bewegungsabläufen findet man auf Youtube oder in Surfratgebern. In Surfratgebern und Zeitschriften werden auch andere Dinge thematisiert wie beispielsweise Ernährung und Verletzungsgefahren. Ich habe bis jetzt folgende gelesen: GoldenRide Magazin, How to survive a Surtrip, Waves & Woods, Wellenreiten: Vom Weißwasser bis zur grünen Welle, Wellenreiten: The Stormrider Guide: Europe, Die Magie der Welle, Der Wellenreit-Guide. Alle Tipps und Geschichten sind wichig um die eigene Perspektive mal zu reflektieren und in erster Linie Regeln und die Physik des Meeres zu verstehen. Auf Sylt sind vor einigen Jahren mal 2 Surfer, wegen mangelnden Wissens, tot an Land geschwemmt worden. Daher folgender Rat in der Zeit der Social-Media-Verblendung – Lesen hilft!
Wipe-Out, es ist dunkel, was jetzt?
Ein Bigwave Surfer aus Famara, Lanzarote hat mir mal erzählt die Leash ist dein Anker nach oben. Immer wenn er einen schlimmen Wipe-Out hatte und sein Brett noch an seinem Bein befestigt war: Ich komme schnell an die Wasseroberfläche: er drückt sich mit seinem Fuß an der Leash ab und nutzt das Brett als Anker, da es immer schneller an der Wasseroberfläche ist. In diesem Moment braucht ihr also keine Orientierung nach oben oder Kontakt zum Boden haben, sondern nur eure Leash und das Brett. Ansonsten Augen auf und schaut ob ihr einen hellen Bereich seht, das ist meist die Wasseroberfläche. Der Surfer ist schon Ghost-Town an den größten Tagen im Winter gesurft, soweit werde ich wohl nicht mehr kommen…
Riff surfen.
Auf dem Riff ist es selbst für manche erfahrene Surfer beängstigend: sie plagt der Gedanke einer klaffenden Fleischwunde oder einer Kopfverletzung. Bei einem fallenden Wipe-Out aus bereits 1 Meter Höhe kann man den sog. Seestern machen, in dem Hände und Füße vom Körper streckt und so möglichst viel Volumen auf einem flachen Riff dem Wasser entgegenstellt, um nicht tief auf das Riff zu kommen. So vermeidet man Schürfwunden oder Seeigel in den Füßen. Den Kopf schützt man in erster Linie mit dem Surfer-Griff: Ellenbogen hinter dem Kopf und die obere Wirbelsäule ist durch den Unterarm geschützt. Die andere Hand greift auf den Kopf, sodass das Gesicht und der obere Teil des Kopfes geschützt ist. Die empfehle ich übrigens auch immer beim Auftauchen, lasst euch Zeit – denn das Brett liegt manchmal genau mit seinen Finnen über eurem Kopf. Angekommen an der Wasseroberfläche orientiert euch immer zuerst zu der Welle und holt dann erst Luft, denn manchmal kommt das Wasser schneller als man denkt und dann verschluckt man sich gern mal…. Mhhh …salzig.

Finnen
Jedes Brett ist anders, allerdings auch seine Finnenkästen: die läufigsten Systeme sind das FCS (Fin Control System), Futures Fins, US-Box oder fest einlaminierte Finnen. Auf dem Gebrauchtmarkt ist allesmögliche zu ergattern, achtet am besten immer auf die kleinen Symbole auf der Finne oder fragt in einem Fachhandel, welche Finne zu eurem Finnenkasten passt

Leashes
Ob beim Verlust des Brettes oder bei starker Strömung, dein Brett ist nur durch die Leash gesichert. Ohne Leash kein Brett, ohne Brett keine Auftriebshilfe. Der Zug der Leash lässt euch spüren, wo oben und wo unten ist. Spart nicht bei dem Kauf einer Leash und besorgt euch lieber einmal im Jahr eine neue, denn das Material wird nach einiger Zeit poröse und reißt schneller. Als Anfänger sollte man daher nicht zu der leichteren „Competition-Leash“ greifen, sondern eher ein robusteres Modell wählen. Spiralformen und Rollleashes sind im Wellenreiten eher unpraktisch, da diese unkontrolliert zurückschnellen können.
Support: Waterkoog, Maju, Kanoa Surfboards, Goodtimes Boardshop, Atlantic Shore, Boardflash

 

 

Die Reise mit meiner Oma durch Schweden 2018